Gefahren im Wald

Sturm, Gewitter....

Bei Sturm, Gewitter oder anderen Gründen aus denen der Wald nicht betreten werden kann, findet der Kindergarten in unserem Ausweichquartier statt. Die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius ist so freundlich, uns für diese Tage ihren Raum im Gemeindehaus am Karbener Weg in Klein Karben (am Kreisverkehr) zur Verfügung zu stellen.

Außerdem befindet sich in der Nähe des Waldrands unser Bauwagen, der im Notfall als Unterschlupf dienen kann und mit einem neuen Blitzableiter ausgestattet ist.


Krankheiten

1. Zecken

Natürlich gibt es Zecken im Wald. Deshalb ist es ratsam, die Kinder nach dem Abholen daraufhin zu untersuchen und die Zecken gegebenenfalls zu entfernen. Nach einem Zeckenbiss sollte die Stelle einige Tage beobachtet werden.

Bei Veränderungen, z.B. rote Umrandung, sollte mit dem Kind zum Arzt gegangen werden.

Zur Zeit gibt es viele Diskussionen über die Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten FSME
(Früh-Sommer-Meningo-Enzephal- itis) und Borreliose. Dadurch sind viele Eltern beunruhigt.
Eltern sollten daher mit dem Kinderarzt über Möglichkeiten der Vorbeugung sprechen.

Wichtigste Maßnahmen:


1. Bedeckende Kleidung (hell)
2. Tägliches Absuchen nach Zecken
3. Unverzügliches Entfernen, am Besten mit einer Zeckenzange oder Pinzette.

Nicht quetschen, nicht mit Öl, Klebstoff, Creme usw. behandeln. Darauf achten, dass auch der Kopf entfernt worden ist. Anschließend die Einstichstelle desinfizieren.
(Angaben nach Prof. Dr. Dr. Kimming, Landesgesundheitsamt Stuttgart)

2. Fuchsbandwurm

Wichtigste Maßnahmen:

1. Vor jedem Essen und Trinken Hände mit Wasser reinigen.
2. Aus Gründen der Vorsicht sollte der Verzehr von gesammelten Beeren und Waldfrüchten generell nicht erlaubt sein.
3. Waldmaterialien dürfen nicht in den Mund genommen, Kot und Überreste von Tieren nicht berührt werden.
(Quelle: Waldkindergärten von Sabine Köllner/Cornelia Leinert, RIWA Verlag, Augsburg)


3. Eichen-Prozessionsspinner: Matsche Pampe ist gut vorbereitet

Sicher haben Sie vom Eichen-Prozessionsspinner gehört, der 2010 erstmalig im Klein-Karbener Wald auftrat. Wegen dieses Befalls hatte der Waldkindergarten während der Sommermonate ein Ausweichquartier bezogen. Jetzt ist Matsche-Pampe zurück im „heimischen“ Wald und hat sich auf die kommenden Jahre gut vorbereitet.

Ursprünglich stammt der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) aus südlichen Gefilden. Er verbreitet sich wegen der Klimaerwärmung aber mittlerweile auch in Deutschland. Für den Menschen problematisch sind die mikroskopisch kleinen Brennhaare dieser Raupe, die sehr leicht abbrechen und mit dem Wind in der Umgebung verteilt werden.

Das Gift, das die Brennhaare enthalten, kann durch Berühren der Raupen oder der frei fliegenden Härchen zu Hautrötungen, Juckreiz, Quaddeln, insektenstichähnlichen Formen oder Augenreizungen führen. Asthmatische Beschwerden sind möglich, wenn die Brennhaare eingeatmet werden.

Leider ist das Gift sehr beständig, so dass zu Boden gefallene Härchen oder die Nester an Baumstämmen noch mehrere Jahre lang bei Kontakt Hautreaktionen auslösen können. Bei Raupenbefall macht man also besser einen Bogen um betroffene Bäume oder Waldstücke. Das gilt vor allem für die Wochen zwischen Ende Mai und Anfang Juli, wenn die Raupen besonders aktiv sind.

„Erste Hilfe“ der Stadt Karben

Die Stadt Karben läßt jährlich die Raupen und Nester an Eichen an stark frequentierten Bereichen im Klein-Karbener Wald bekämpfen. Dank dieser Maßnahmen und des Bauwagenstandorts ausserhalb des Waldes ist der Waldkindergarten gut auf die Saison vorbereitet.